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Susanne Halbeisen


Dipl. Meditations- und Achtsamkeitslehrerin


Warum "Elephant Mind"?


Der buddhistische Mönch Shantideva vergleicht in seinem Buch "Der Weg des Bodhisattvas" den zerstreuten Geist eines frischgebackenen Meditierenden mit einem wütenden Elefanten. In seinem Zorn kann das Tier großen Schaden anrichten. Doch wenn wir meditieren, beginnen wir langsam, uns mit dem Elefanten anzufreunden. Durch die wachsende Achtsamkeit und Konzentration wird der wilde Geist zahm. Stück für Stück können wir dadurch in uns selbst Frieden finden.

If, with mindfulness’ rope, 
The elephant of mind is tethered all around, 
Our fears will come to nothing, 
Every virtue drop into our hands. 

(Shantideva: The Way of the Bodhisattva, Chapter 5)

Ich persönlich lehne das Bild von der "Zähmung" des Elefanten ab, denn meiner Meinung nach sollten Elefanten von Menschen nicht als Arbeitstiere benutzt werden. Dennoch gefällt mir das Bild vom "Elephant Mind". Für mich ist es eine symbolische Darstellung eines freundschaftlichen Prozesses. Durch Meditation können wir unserem inneren wütenden Elefanten helfen, ruhiger zu werden, so wie wir einem Freund oder einer Freundin helfen würden. Elefanten können stark und wild sein, aber auch freundlich und fürsorglich. Es liegt an uns, unseren inneren Elefanten gut zu behandeln und Frieden in uns selbst zu entdecken.